Kennen Sie die verschollene Band „Band Hobby“ aus München?
Munich- Madhaus Live
Gazpacho- Sightseeing
„Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bittenSie, Ihr Augenmerk auf die neueste Produktion aus dem Hause
„hobby“ zu richten. „Es spielt die Band Hobby“. Einer ungemein sympathischen
Band aus München. Nach umfangreichen Experimenten im Studio „Das moderne
Schaltpult“ und der Anschaffung eines Farbdruckers konnten sie dieses Werk
veröffentlichen. Beachten Sie: Die akkurate Verarbeitung und die maßstabsgetreue
Aufreihung von 13 Songs wurde im Ausland bereits mit Begeisterung aufgenommen,
was die Zuschrift eines Apothekers aus Winterthur anschaulich dokumentiert. Wir
haben uns erlaubt, dieses Schreiben auf dem CD-Cover abzudrucken. Doch urteilen
Sie selbst! Wir haben vier Titel exklusiv für Sie zusammengestellt. Eine
Hörprobe wird Sie nicht enttäuschen.
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen“
Die verschollene Band Hobby ist zurück mit dem Song: Unser Leben jetzt!
"Ich darf mich glücklich schätzen, auf diesen Seiten die Ergebnisse meiner langjährigen historischen Forschungsarbeit betreffend die verschollene Band hobby aus München vorzustellen."
Dr. Gürtler
Die vier Songs auf der beiliegenden Demo – CD hießen „An der großen Marina“,
„Put your fingers to the keys“, „Standing on these walls“ und „Time is
against us“. Beim Titel der ersten Nummer wurde ich natürlich als
Regimentskamerad von E.J. sofort stutzig. Das kleine Instrumentalstück
enttäuschte meine Erwartungen nicht. Die perfekte Musik für eine
David-Hamilton-Verfilmung von „Auf den Marmorklippen“. Heftig inspiriert von
Francis Lai, aber nicht wirklich abgekupfert. Als richtiger Knaller
entpuppte sich „Put your fingers to the keys“. Das „Let´s spend the night
together“ für das 21. Jahrhundert. Elegant und verschwörerisch, getragen von
stoischen „Charlie-Watts-Drums“, sich räkelnden Synthie-Lines und lockendem
Sirenengesang. Der sich ständig räuspernde Baß schmeckt wie die Zigarette
danach. „Standing on these Walls“ veranschaulicht die Folgen, die die
Anschaffung von Drum-Machines für die Karriere von
Curtis-Mayfield-Darstellern zeitigen kann. Ein schönes Beispiel für
dramatische Kunst, die im Verborgenen blüht. Und dann noch: „Time is against
us“, eine hübsche Krautrock-Nummer, rätselhaft und redundant.
Mir ging es wie dem Apotheker aus Winterthur. Ich konnte diese
detailgetreue Arbeit nur weiter empfehlen. Zuerst nahm ich aber Kontakt mit dem
Hause „Das moderne Schaltpult“ auf und wurde dort von einer freundlichen
Mitarbeiterin des Intercity Zugsekretariats der Deutschen Bundesbahn an die
Firma „Roaring Socks Records“ weiter verwiesen. Dort erfuhr ich, daß die Band
„hobby“ ihre erste und einzige LP im Jahre 2004 veröffentlicht hatte.
Ich erhielt weiterhin aus Winterthur mit dem Nachlaß des Apothekers Heribert
C. ein äußerst rares Exemplar ihrer LP: „Es spielt die Band: hobby“. Das Cover
gab mir kaum Rätsel auf. Der Vermerk: „Aufgenommen im ausgehenden 20. und
beginnenden 21. Jahrhundert“ paßte nicht so richtig für 1975, dafür mehr in das
Jahr 2004. Na ja, das sollte es wohl auch (wie komme ich überhaupt auf 1975?).
Genauso wie die Ankündigung der (wohl nie erschienenen) nächsten Platte für das
Jahr 2005 („Freuen Sie sich auf das sensationelle neue Album von hobby: „Hallo
Bands“ [2005])!
Die Platte war nach Aussagen von Zeitzeugen zunächst nur in einem
Schreibwarengeschäft in München-Obermenzing erhältlich, bis sie auch im
gutsortierten Tabakfachhandel angeboten wurde. Einer Teilauflage, die nur auf
Rezept in einer Apotheke in Winterthur ausgegeben wurde, lag der Flyer:
„Zähneputzen inspiriert – ein Beitrag der blend-a-med-Forschung“ bei.
Das Cover entstammt deutlich der Schule der nach neuesten Erkenntnissen
bereits im Jahre 1927 erschienenen, auf einem Ondes Martenot eingespielten,
Schallplatte „Reichs-Trans-Europa-Express“ von Stellwerk, allerdings im Maßstab
1:87. Das Frontfoto zeigt womöglich die Band bei einer ihrer seltenen
Pressekonferenzen in der Trinkhalle (inzwischen abgerissen) des Bahnhofs
Obermenzing. Das Layout lehnt sich aber auch deutlich an die Gestaltung des
„eisenbahn magazin“ an, von dem sich die Band vermutlich ein großzügiges
Sponsoring erhoffte. Allerdings vergeblich, die graumelierten Eisenbahnfreunde
interessierten sich nur für flotte Zugsekretärinnen. Auf der sachlich gehaltenen
Rückseite des Covers begegnen wir unter der schriftlichen Empfehlung des treuen
Heribert C. einer attraktiven Mitarbeiterin des Hauses Roaring Socks Records im
Portrait. Links daneben die sehr sachlich gehaltene Auflistung der Songs, auf
der rechten Seite des Fotos urheberrechtliche Angaben und die Danksagung an
beteiligte Musiker.
Vor allem der Charme des Unvollendeten erfreut uns Nachgeborene (? - Anm.
der Red.) an dieser Platte. Es war wohl so, daß die Band für die Demo-CD die
schon fertiggestellten Songs auswählte, während auf der Langversion pittoreske
Bauruinen wie „Not lost in space“ oder „Madness and a metaphore“ Platz fanden.
Auch „Wovon träumst Du?“ oder „Banal Dreams“ bieten dem Hörer unterschiedliche
Stadien des Aufnahmeprozesses, während hingegen Stücke wie „Just a movie“ oder
„Miss Success“ , schweren süßen Duft verströmend, von Überreife schon in Fäulnis
überzugehen scheinen.
Alles in allem ein Werk, das nur für die Spurgrößen HO und N geeignet
scheint. Großzügige Platzverhältnisse, etwa in einem ausgebauten Dachgeschoß
vorausgesetzt. Schon im Maßstab 0 scheint es allerdings an seine Grenzen zu
stoßen.
Nun, nach dieser Veröffentlichung ist die Band „hobby“ nie mehr in
Erscheinung getreten. Einsam und zweifelnd hat sie uns in der 1:1 Realwelt
zurückgelassen, dennoch sollten wir dankbar sein für kaum mehr erreichte
Modelltreue.
Am Ende bleibt uns nur in Anlehnung an den Titel des nie erschienenen Albums
„Hallo Bands!“ zu fragen:
Sie haben eine eigene Homepage und wollen den Bekanntheitsgrad in den Suchmaschinen erhöhen? Sie haben die Möglichkeit auf dieser Seite Ihre eigene Artikel oder Pressemitteilungen in den einzelnen Kategorien zu veröffentlichen.
Wissenswertem: Um die Förderung des Radfahrens in München, noch weiter zu verstärken, ist daran gedacht, erhebliche Verbesserungen für die Radler in der Stadt aufzuführen. Hier ist unter anderem an Abstellanlagen für Fahrräder gedacht. Einen großen Teil der Fahrten absolvieren die Radler dabei auf der Straße, also gemeinsam mit dem motorisierten Verkehr. Das liegt natürlich zum Teil daran, dass das Radwegnetz in München noch nicht den optimalen Ausbauzustand errreicht hat. Radtouren München. Das Fahrrad produziert im Vergleich zum Auto weder Abgase noch macht es Lärm und benötigt weniger Platz beim Fahren und Parken. Eine Tankfüllung von 50 Litern Benzin verbraucht bei der Verbrennung soviel Sauerstoff wie ein Mensch im ganzen Jahr zum Atmen benötigt. Radlstadtplan?
Der Stadtplan für Radfahrer zeigt das Radwegenetz von München und die ausgeschilderten Hauptrouten. Er wird in unregelmäßigen Zeitintervallen von der Landeshauptstadt veröffentlicht. Den Münchner Radlstadtplan gibt es auch als Online-Version unter Fahrradstadtplan.(1)
Schleißheimer: Die Schleißheimer Straße führt zur nördlichen Stadtgrenze und ist mit 8,14 km Länge nach der Dachauer Straße die zweitlängste Straße in München und verläuft fast geradlinig von Süden nach Norden von Maxvorstadt dem Stiglmaierplatze, Schwabing, Milbertshofen und Harthof bis in den Stadtteil Hasenbergl.